Reisen außerhalb der EU

Beim Datenroaming bis zu 99 Prozent sparen

Datenroaming kann immer noch zur Kostenfalle werden, vor allem außerhalb der EU. Bis zu 20 Euro kann ein Megabyte Daten im Ausland kosten. Verivox erklärt, worauf man achten muss und wie man hohe Kosten vermeidet.

Datenroaming© goodluz / Fotolia.com

Heidelberg – Die Preise fürs Surfen und Telefonieren innerhalb der EU sind deutlich gesunken. Außerhalb Europas gelten jedoch meist erheblich höhere Tarife: Weder sind die Preise reguliert, noch gibt es einen Kostenairbag. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox zeigt: Wer ohne passendes Datenpaket vor Ort einfach lossurft, zahlt für ein Megabyte (MB) Daten bis zu 20 Euro. Mit Datenpaket sind es im besten Fall nur sechs Cent – eine Ersparnis von über 99 Prozent.

Zusatzpaket spart – teuren Standardtarif besser vermeiden

Die automatisch voreingestellten Auslandsoptionen der Anbieter sind kaum zu empfehlen. "Verbraucher können zwar ohne Zusatzbuchung vor Ort direkt ins Netz gehen. Doch schon das Verschicken einer größeren Fotodatei (ein MB Daten) etwa in Thailand oder Tunesien kann 20 Euro kosten", sagt Christian Schiele, Chief Product Officer Telecommunications bei Verivox. "Spezielle Datenpakete für den Urlaub sind daher ratsam."

Verbraucher können die Datenoptionen beim eigenen Anbieter zusätzlich zu ihrem Inlandstarif buchen. Verfügbarkeit und Konditionen der Angebote sind abhängig von Inlandstarif und Reiseland. Ein Tagespaket mit 50 MB Inklusiv-Volumen gibt es bei der Telekom und bei Vodafone für knapp drei Euro, ein Wochenpaket mit 150 MB für knapp 15 Euro. Kunden von Telefónica können einen voreingestellten Datentarif nutzen. Discounter haben außerhalb der EU meist keine Datenoptionen im Angebot; Kunden von Drillisch oder Klarmobil beispielsweise zahlen gut 15 Euro pro MB.

So gehts: Buchung eines Datenpakets

Die Buchung selbst erfolgt einfach vor Ort: Bei der Einreise ins Urlaubsland erhalten Verbraucher eine SMS ihres Anbieters. Das gewünschte Datenpaket kann ausgewählt und per SMS bestätigt werden. Im Anschluss muss nur noch das Daten-Roaming eingeschaltet werden.

Die Option ist nur im Ausland aktiv und wird beendet, wenn die Daten verbraucht sind. Weitere Reisepakete können vor Ort nachgebucht werden. Als Alternative für längere Reisen bieten sich Prepaidkarten lokaler Provider an, die vor Ort erworben werden. Damit sind Kunden allerdings nicht unter ihrer gewohnten Handynummer erreichbar.

Für Telefonate abseits der EU-Regulierung gibt es indes kaum günstige Zubuchoptionen. Minutenpreise von drei bis sechs Euro für Gespräche nach Deutschland sind keine Ausnahme. "Um die Kosten im Rahmen zu halten, empfiehlt es sich (nach Buchung eines Datendienstes), Nachrichten per Whatsapp oder Hangouts auszutauschen", sagt Schiele.

Tipps für das Surfen außerhalb der EU

  • Vor der Reise auf der Anbieter-Website die Auslandsoptionen nachschauen und ausdrucken. Falls ein Monatspaket gewünscht wird, dieses direkt über die Hotline des Anbieters vorab buchen.
  • Zum Urlaubsantritt Roaming erst einmal ausschalten.
  • Auf die SMS des Handyproviders nach der Ankunft im Urlaubsland warten und per SMS die gewünschte Option buchen.
  • Nach Erhalt der Bestätigungs-SMS des Anbieters Roaming aktivieren und ohne Kostenfalle lossurfen.
Prepaid Ausland Internet

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