Smartphone im Ausland: So tappen Sie nicht in die Kostenfalle

Wer im Ausland mit seinem Tablet oder Smartphone im Internet surft oder Bilder verschickt, kann am Ende des Urlaubs ein böses Erwachen beim Öffnen der Rechnung erleben. Wir erklären, wie Sie mit günstigen Tarifen und entsprechendem Verhalten die Kosten im Ausland gering halten können.

Zweistellige Eurobeträge pro Megabyte verlangen einige Mobilfunkanbieter für die Datenübertragung im Ausland. Besonders in beliebten Urlaubsländern außerhalb der EU wie den USA und der Schweiz kann die Nutzung des Smartphones zur Kostenfalle werden. Da die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union ist, gelten dort gesetzliche EU-Vorschriften nicht.

Smartphone im Ausland: Warum Roaming so teuer werden kann

SmartphoneDie Smartphone-Nutzung im Ausland kann teuer werden, wenn man nicht zuvor einen günstigen Tarif auswählt.© Doris Bredow / Fotolia.com

Einige Smartphones bauen ständig Verbindungen zu einem Server auf, was hohe Roamingkosten bei Daten bedeuten kann. Das Smartphone verbindet sich mit dem Internet, um nach Aktualisierungen wie zum Beispiel neuen E-Mails zu fragen. Auch Apps, die sich im Hintergrund aktualisieren, verbrauchen Daten; der Nutzer merkt dies nicht einmal unbedingt. Möchte man das mobile Internet gar nicht nutzen, kann man das Roaming auch deaktivieren.

Das Smartphone kann im Ausland allerdings auch dann zur Kostenfalle werden, wenn Sie Urlaubsfotos von Ihrer integrierten Handykamera verschicken. Da die Auflösung moderner Smartphonekameras zunehmend besser ist, steigt auch das übertragene Datenvolumen und somit die Gefahr einer Kostenfalle.

Keine Roaming-Gebühren in der EU

Kostengrenzen für ein übertragenes Megabyte gab es in Europa seit dem 1. Juli 2012. Und auch Gesprächsgebühren sowie die Kosten pro SMS durften innerhalb der EU einen maximalen Betrag nicht überschreiten, um die Smartphone-Kosten im EU-Ausland für den Reisenden zu vermeiden. Seit Mitte 2017 gilt in der EU sogar das Roam-Like-At-Home-Prinzip, so dass bei ganz regulären Tarifen in der Regel keine Roaming-Gebühren mehr anfallen. Das sieht aber schon wieder ganz anders aus, wenn man sich außerhalb der EU bewegt - wenngleich in einigen Tarifen inzwischen klassische Urlaubsländer wie die Schweiz zur Eurozone dazugerechnet werden. Ob das bei einem speziellen Tarif gilt und wie hoch die Gebühren für das Roaming ausfallen, sollte man vor Reiseantritt unbedingt prüfen.

Außerhalb der EU: Günstige Auslandstarife für Smartphones & Co.

Doch trotz hoher Roaming-Gebühren muss man auch im Ausland nicht auf das mobiles Internet mit dem Smartphone verzichten, denn es gibt günstige Alternativen. Zum einen kann man bei vielen Providern spezielle Auslandstarife buchen, zum anderen kann man eine Prepaid-Karte für mobiles Internet für das jeweilige Reiseland kaufen. Damit surft und telefoniert man im Netz des jeweiligen Landes.

Spar-Tipps für's Smartphone im Ausland

Sie benutzen das Smartphone im Ausland nur wenig und möchten nicht extra eine zweite SIM-Karte kaufen oder einen Auslandstarif buchen? Mit einigen Tipps können Sie die Internet-Nutzung reduzieren und so die Kosten für das Smartphone im Ausland möglichst niedrig halten:

  • Deaktivieren Sie den Datenmodus, wenn Sie ihn nicht unbedingt benötigen und schalten Sie diesen nur bei Bedarf ein
  • An Flughäfen oder in Hotels gibt es immer häufiger kostenlose WLAN-Hotspots. Nutzen Sie diese besonders für Datenintensive Anwendungen, etwa Videos online anschauen.
  • Schreiben Sie eine E-Mail anstatt zu chatten oder die Videotelefonie zu nutzen.
  • Wenn Sie Urlaubsfotos versenden möchten, dann ändern Sie die Bildqualität und schicken das Bild nur in einer niedrigeren Größe nach Hause.